32 Monotypien
Ölfarbe auf Löschpapier
21 cm x 14,8 cm
„Covid Trash“ greift die Isolation und die Entfremdung auf, die Kinder während des Shutdowns erlebten, als soziale Interaktionen nahezu vollständig zum Erliegen kamen. Geschlossene Schulen, das Fehlen von Besuchen bei Freunden oder Großeltern sowie die Absage von Partys und gemeinschaftlichen Aktivitäten führten zu einer tiefen Lücke im zwischenmenschlichen Austausch, die in der künstlerischen Auseinandersetzung reflektiert wird.
Das Löschpapier, das traditionell in Schulheften verwendet wird, wird hier als Symbol für das ausgelöschte soziale Leben der Kinder während dieser Zeit verwendet. In der Wahl dieses Materials als Träger für die Monotypien liegt eine bewusste Verbindung zwischen dem schulischen Alltag, der während des Shutdowns zum Stillstand kam, und der künstlerischen Verarbeitung dieser Erfahrung.
Die 32 Monotypien, die in den 32 Tagen des Shutdowns entstanden, sind das Ergebnis eines täglichen Rituals des Künstlers, der mehrere Stunden damit verbrachte, Müll zu sammeln, der achtlos in die Natur geworfen wurde. Diese symbolische Handlung des Aufräumens und Sammelns verweist auf den Versuch, Ordnung in eine chaotische und isolierte Welt zu bringen, und wird zugleich zur Metapher für die Wiederherstellung von Normalität und menschlicher Verbundenheit.
Indem der gesammelte Müll in den Monotypien verarbeitet wird, wird er zu einem Träger der Erinnerung an eine außergewöhnliche Zeit des gesellschaftlichen Stillstands und der Isolation. Die Arbeit verdeutlicht so die Zerbrechlichkeit der menschlichen Gemeinschaft und die Notwendigkeit, selbst in Zeiten der Distanzierung und des Rückzugs Verbindungen zu schaffen und zu bewahren









