Hall of Mirrors, 2023 

Tusche auf Papier, 24 cm  x 17 cm

Die Werkgruppe „Hall of Mirrors“ beschäftigt sich mit dem Schatten als Ausdruck unbewusster und ambivalenter Seiten des Selbst. In Anlehnung an C. G. Jungs Konzept des Schatten-Ichs werden innere Konflikte, Ängste und widersprüchliche Anteile der eigenen Persönlichkeit untersucht.

Die Zeichnungen zeigen dunkle, menschenähnliche Wesen, die in Beziehung zu einer zeichnerischen Ich-Figur treten. Dabei handelt es sich nicht um Selbstporträts, sondern um bildnerische Erscheinungsformen innerer Zustände. Die Figuren sind zugleich aufeinander angewiesen und voneinander abgestoßen, wodurch ein Spannungsverhältnis zwischen Annäherung und Abgrenzung entsteht. Der Schatten wird so zur sichtbaren Form des Unbewussten und seiner ambivalenten Beziehung zum Selbst. Die während eines Aufenthalts in Paris entstandenen Arbeiten verbinden diese psychische Dimension zudem mit der teils dunklen und zugleich faszinierenden Atmosphäre der Stadt.